Aktuell

Überprüfung des Bojengeschirrs

Taucher haben die Bojenfelder Ost und West abgetaucht, um den Zustand des Bojengeschirrs zu überprüfen. Dabei wurden die Verankerungen sowie die einzelnen Bestandteile des Geschirrs kontrolliert.

Bald ist wieder Einwasserungszeit

Mit den wärmeren Temperaturen werden viele Schiffe und Boote nach der Winterpause wieder zu Wasser gelassen. Dabei besteht die Gefahr, dass beim Wechsel zwischen verschiedenen Gewässern unbemerkt Muscheln, Larven oder Pflanzenreste transportiert werden.

Diese sogenannten invasiven Organismen können heimische Arten verdrängen und Ökosysteme schädigen. Um das zu verhindern, gilt im Kanton Zug eine gesetzliche Melde- und Reinigungspflicht für Boote beim Gewässerwechsel. Wasserfahrzeuge müssen vor dem Einwassern gründlich gereinigt und entsprechend gemeldet werden.

So leisten Bootsbesitzerinnen und Bootsbesitzer einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Gewässer.

Hilfreiche Links und weitere Informationen:

Die Quaggamuschel ist ein Problem, aber..

Zurzeit scheint im Zugersee ein neues Naturgesetz zu gelten: Alles, was eine Schale hat, ist automatisch eine Quaggamuschel. Punkt. Diskussion beendet.

Man könnte fast meinen, die Muscheln hätten sich heimlich auf ein Rebranding geeinigt – „normale einheimische Art“ klingt halt auch einfach weniger dramatisch als „invasiver Problemfall“. 

Klar ist: Die Quaggamuschel ist tatsächlich ein ernstzunehmendes Thema und kann Ökosysteme, Infrastruktur und Gewässer stark beeinflussen. Aber nicht jede entdeckte Muschel ist gleich der Endgegner der Biodiversität.

Ein bisschen Einordnung schadet also nicht: Beobachten, melden, ernst nehmen – ja. In Panik verfallen bei jeder Schale am Seegrund – eher nein. Sonst sind wir bald so weit, dass wir auch Schneckenhäuser am Ufer vorsorglich unter Quarantäne stellen.

Humor beiseite: Die Situation verdient Aufmerksamkeit, aber eben auch Sachlichkeit. Differenzieren hilft – der Natur genauso wie der Diskussion darüber.

Und für die Botaniker (und alle, die sich für die Tierwelt im See interessieren) unter euch: Hier ein Link zur Tierwelt – sehr guter Artikel.

Belüftung des Zugersees

Der Phosphor-Gehalt im Zugersee ist zu hoch. Deshalb gibt es im See stellenweise zu wenig Sauerstoff. Der Kanton Zug möchte den See künstlich belüften. Das Schwyzer Kantonsparlament wollte sich aber nicht daran beteiligen. Der Schwyzer Mitte-Politiker Mathias Bachmann will diesen Entscheid mit einer Initiative kippen. Er kreuzt im Polit+ Studio mit SVP-Mann Samuel Lütolf die Klingen.

Bei einer Übung der Schweizer Armee gelangten am Montag rund 100 Liter Öl in den Zugersee.

Armeeangehörige pumpen in Buonas während einer Übung Wasser aus dem Zugersee. Kurz nach Inbetriebnahme der Hydraulikpumpe stellten die Soldaten einen Druckabfall der Pumpe fest. Weil sie ausserdem Öl im See feststellten, stoppten sie die Maschine «sofort», heisst es in einer Medienmitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden.

Um eine Ausbreitung des Öls zu verhindern, errichteten die Feuerwehr Risch und die Stützpunktfeuerwehr Zug eine Ölsperre. Laut ersten Erkenntnissen handelt es sich um rund 100 Liter biologisch abbaubares Öl. Die genaue Ursache werde durch die Militärpolizei untersucht, heisst es weiter.

Im Einsatz standen Angehörige der Feuerwehr Risch und der Ölwehr der Stützpunktfeuerwehr Zug, das Amt für Umwelt, das Amt für Wald und Wild, die Militärpolizei sowie die Seepolizei der Zuger Polizei.

Der Kanton Zug stellte bei Hecht und Egli zu hohe PFAS-Werte fest.

Was ist passiert? Bereits letztes Jahr ergaben Stichproben, dass gewisse Fische im Zugersee zu stark mit PFAS-Chemikalien belastet sein könnten. Weitere Untersuchungen zeigen nun, dass die Grenzwerte für Lebensmittel bei Hecht und Egli überschritten werden. Beim Verzehr reichern sich die Chemikalien im menschlichen Körper an. Auf Dauer kann dies gesundheitsschädigend sein.

Woher kommen die PFAS-Chemikalien im Zugersee? Der Kanton sieht Löschübungsplätze der Feuerwehr und frühere Fabrikareale in Seenähe als mögliche Ursache. PFAS-Chemikalien werden in der Industrie seit Jahrzehnten eingesetzt, da sie wasser- und fettabweisend sowie temperaturbeständig sind. In der Umwelt sind sie kaum abbaubar. Der Zugersee weise im Vergleich zu anderen Schweizer Seen hohe PFAS-Werte auf, schreibt der Kanton Zug in einer Mitteilung.