Das Schwyzer Parlament hat eine Kostenbeteiligung abgelehnt. Jetzt liegt das Projekt beim Bundesamt für Umwelt.

 Kantone müssen Gewässer schützen

Der Zugersee ist stark überdüngt. Die Phosphor- und Sauerstoffwerte entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben. Die Fische sind gefährdet, die Biodiversität leidet. Eine Belüftungsanlage hätte helfen sollen, den See zu sanieren.

Kostenpunkt: 11.2 Millionen Franken. Dazu kommen jährliche Betriebskosten von rund 600’000 Franken. Alle drei Anrainerkantone des Sees hätten anteilsmässig für die Kosten aufkommen sollen. So regelt es ein gemeinsam erarbeiteter Verteilschlüssel.

«Es ist ein Dilemma», sagt Roland Krummenacher zur aktuellen Situation. Er ist der Leiter des kantonalen Umweltamtes in Zug. Auf der einen Seite stehe das Bundesgesetz über den Gewässerschutz. Diesem genügt der Zugersee nicht. «Auf der anderen Seite haben wir ein Projekt, bei dem sich die Kantone über die Bezahlung nicht einig sind.»